Dieses Phänomen lässt sich gut mit dem Einschenken von Champagner auf einer Party vergleichen. Versucht man, alle Gläser gleichmäßig zu füllen, bleibt am Ende oft ein Glas übrig, das nicht ganz voll ist. Ähnlich verhält es sich bei der Tourenplanung durch einen Computer: Ziel ist es, alle Sendungen zu verladen und dabei die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge zu minimieren. Dabei werden einige Fahrzeuge vollständig ausgelastet, während für eine Restmenge ein weiteres Fahrzeug nur teilweise genutzt wird.
Disponenten erwarten häufig eine gleichmäßige Auslastung aller Fahrzeuge. Ein optimaler Algorithmus hat jedoch bereits verschiedene Faktoren wie Entfernungen und Fahrzeugnutzung berücksichtigt. Der Versuch, die Auslastung aus rein ästhetischen Gründen zu nivellieren, kann die Gesamtkosten der Lösung erhöhen. Resttouren entstehen ganz natürlich, wenn die Kapazität die wesentliche Restriktion darstellt und die Sendungen im Verhältnis zur Fahrzeugkapazität eher klein sind. Begrenzen hingegen Zeit oder andere Faktoren die Planung, verteilt sich die Kapazität gleichmäßiger. Bei sperrigeren Sendungen ist die Auslastung ohnehin bereits hoch.
Durch den Einsatz eines Planungsmodells kann dieses Phänomen durch die gezielte Nutzung von Überstunden abgeschwächt werden. Anstatt die Arbeit gleichmäßig auf alle Fahrzeuge zu verteilen, priorisiert der Algorithmus die maximale Auslastung der regulären Arbeitszeit jedes Fahrers, bevor zusätzliche Ressourcen eingesetzt werden. Erst wenn es notwendig ist, wird auf Überstunden zurückgegriffen. Dadurch wird der Bedarf an nur teilweise ausgelasteten Fahrzeugen reduziert, während die Gesamteffizienz erhalten bleibt.
Ausgeglichene Touren in NUNAV Courier erstellen
In den Anwendungen von NUNAV Courier lässt sich dieses Verhalten direkt über die Fahrereinstellungen beeinflussen. Durch die Anpassung von Arbeitszeit und Überstunden können Disponenten steuern, wie der Algorithmus die Auslastung verteilt. Ein bewährter Ansatz ist es, die reguläre Arbeitszeit bewusst niedriger anzusetzen – etwa auf das Niveau der gewünschten durchschnittlichen Auslastung im Fuhrpark – und anschließend ausreichend Überstunden zu erlauben, um einen vollen Arbeitstag abzudecken. Auf diese Weise wird das System dazu angeregt, zunächst weniger Fahrzeuge stärker auszulasten, bevor zusätzliche Touren eröffnet werden. Das führt in der Praxis zu ausgewogeneren und zugleich kosteneffizienteren Ergebnissen.
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